Mittwoch, 25. Dezember 2013

Der Hobbit - Eine unewartete Reise #Filmrezension




Filmfakten

Erscheinungsjahr: 2012
Dauer: 169 (Kinofs.), 182 (Special Edt. Fs.)
Preis: ca. 6€
Hauptdarsteller: Martin Freeman, Ian McKellen, Andy Serkis, Richard Armitage, 
Executive Production & Regie: Peter Jackson, Fran Welsh, Philippa Boyens


Handlung

Es ereignet sich etwa 60 Jahre, bevor die Reise von Frodo und seinen Gefährten Geschichte schreibt: Bilbo Beutlin, guter, anständiger und beispielhafter Bürger aus Beutelsend lebt ein friedliches, ruhiges Leben, genau, wie es ihm immer schon behagte. Eines schönen Tages steckt plötzlich ein merkwürdiger Greis seinen Kopf in Bilbo´s Garten und sogleich ahnt dieser, dass etwas nicht stimmt, und tatsächlich: Gandalf, der Graue, scheint das Unheil nur so in Bilbo´s Heim zu schleppen. Als wäre es selbstverständlich trampeln nämlich zur Abendbrotzeit nicht weniger als 13 Zwerge zur Tür herein - und bedienen sich in der Speisekammer, als sei es ihre! Bilbo, der so etwas ganz und gar nicht gewöhnt ist, ahnt, wer dafür verantwortlich ist ... und Gandalf hat in der Tat einen Plan ausgeheckt: Er will Bilbo als Meisterdieb für eine Mission der Zwerge Erebors einspannen. Bilbo soll im Einsamen Berg einen Edelstein von unermesslichem Wert stehlen, der jedoch vom feuerspeienden Smaug bewacht wird. Bilbo, ganz und gar nicht begeistert von Gandalfs Idee, scheint sich erst zu weigern ... gesellt sich dann aber dennoch zu der kriegerischen, chaotischen Zwergengruppe, die wild entschlossen den Weg gen Erebor anstrebt. Thorin Eichenschild, der Erbe des Königreiches Erebor, will das Land der Zwerge um jeden Preis zurückerobern und scheut weder Gefahren noch Not, um sein Ziel zu erreichen. Aber die Reise bleibt nicht  ohne Feinde, die sich ihnen unvermeidlich in den Weg stellen, und Bilbo steht immer öfter vor Entscheidungen, hin und hergerissen zwischen seinem Ich und dem, ohne dass er dieses Abenteuer nicht bestreiten kann ... Und er erlebt eines, so gefährlich und atemberaubend, wie er es niemals zu träumen gewagt hätte. Blutrünstige Orks, zwielichtige Wesen, und etwas, das sich aus einer Uralten Vergangenheit von Neuem zu erheben beginnt ... können Bilbo und die Zwerge das Schlüsselloch zum Einsamen Berg am Durin´s Tag finden und somit hineingelangen?

Meine Eindrücke

Als ich in die (HFR) 3D- Kinovorstellung vom Hobbit gegangen bin, mit klopfendem Herzen und vor Vorfreude glänzenden Augen, war ich mir zwar sicher, dass die Herr der Ringe- Trilogie niemals getoppt werden könnte, aber dennoch guter Hoffnung. Für mich persönlich habe ich Recht behalten- man kann die Herr der Ringe- Filme nicht überbieten. Aber das liegt vermutlich vor allem daran, dass Herr der Ringe auf ganz anderer Basis besteht, als der Hobbit. Es sind zwei Epen für sich und man kann sie nicht ansatzweise miteinander vergleichen, obwohl sie sich in einem Ähnlichen Zeitabschnitt abspielen und viele Charaktere, Handlungsorte und Aspekte der Geschichte teilen. Sie gehören auf jeden Fall zusammen, aber sie aneinander zu messen, das kommt einem Skandal gleich. So war also auch der Hobbit, wie seine Vorgänger-Trilogie für mich perfekt. Als ich hörte, dass die Welt von Mittelerde in den Kinos erneut zu sehen sein würde, war ich übermäßig glücklich - was sonst; ich als eingeschworener Tolkien-Nerd. 
Im Vergleich zum Buch wurde ich kaum enttäuscht- Charaktere, Handlung, größtenteils vorhanden. Umsetzung? Wundervoll. Besonders die atemberaubende Besetzung hat wieder einmal einen großen Ausschlag gegeben. Morgan Freeman als Bilbo war die beste Entscheidung, die getroffen werden konnte. Auch Richard Armitage konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Mit seinen ausdrucksstarken Augen, seiner mürrischen, kriegerischen und furchtlosen Art war er für mich die beste Verkörperung des Thorins, die ich mir hätte vorstellen können. Ich finde, es ist immer etwas furchtbar spannendes, eine neue Trilogie zu erschaffen und diese dann auch als Zuschauer zu sehen: lauter neue Talente, Gesichter und Charaktere, die in schon bekanntem Umfeld, aber in anderen Zusammenhängen und einem anderen Plot dargestellt werden. Die Zwergentruppe, als bunte, fröhliche, chaotische, aber auch mutige und entschlossene Gemeinschaft, mit neuen, aber auf Anhieb total sympathischen Gesichtern! Unbekannte, fremd wirkende Orks, die sowohl mit der neuen 3D Technik, als auch in Kombination mit der Zeitversetzung zum Herrn der Ringe, anders sind, als wir sie bisher kannten. Aber auch altbekannte Figuren dürfen nicht fehlen und auch dies ist eine wirklich schöne Sache, an der Trilogie: Ian McKellen als Gandalf, Cate Blanchett als Galadriel, Andy Serkis in der vertrauten und zugleich so skurrilen Rolle des Gollums, Hugo Weaving und Christopher Lee, uns bekannt als Elrond und Saruman. Es ist also eine brisante Mischung aus Altem und Neuem, Vertrautheit und Fremdheit, und ich finde, das macht das Ganze umso sehenswerter. Vielleicht ist es auch ein sehr ausschlaggebender Aspekt, denn die Handlung der Geschichte ist ja eigentlich nicht halb so lang und vielleicht auch nicht ganz so spannend wie Herr der Ringe. 
All das habe ich sehr genossen, ebenso die Umsetzungen vieler Szenen, die einen so willkürlich an die Vorgänger-Trilogie erinnern. Was mich besonders gereizt hat, waren Azog (Manu Bennett) und seine Orktruppen. An ihnen kann man erkennen, dass die Gattung der Orks selbst in diesem kurzen Zeitabschnitt von 16 Jahren noch eine imense Entwicklung durchlaufen. Es ist eine Spezies, die nie gleich bleibt: irgendetwas verändert sich immer. Ich finde sie, wie auch im Herrn der Ringe, sehr beeindruckend und überzeugend dargestellt, vor allem aber Azog, der Bleiche, der die Zuschauer mit seiner gewaltigen, ungewohnten und grotesken Erscheinung und seiner unermesslichen Bosheit und seinem Hang zu Grausamkeit schier überwältigt. Im ersten Teil wird nicht ganz klar gemacht, wessen Diener er eigentlich ist, bzw wer sein Herr ist, im zweiten Teil bekommt man dies jedoch klar zu fassen. 
Auch die Elben haben meine Erwartungen mal wieder in keinster Weise enttäuscht. Dank der neuen 3D- Technik noch glanzvoller, graziler und strahlender als im Herrn der Ringe. Ich war natürlich heilfroh, dass sie auch im Hobbit eine bedeutende Rolle spielten, denn was wäre eine Geschichte in Mittelerde ohne Elben? 
Und natürlich die Zwerge, die im Herrn der Ringe ja eigentlich eine eher untergeordnete Rolle spielen. Hier war ich besonders überrascht, weil die Zwerge ja immer als sehr mürrisches und unfreundliches Volk dargestellt werden. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, auf dem Bildschirm eine Horde von chaotischen, lustigen und treuen kleinen Kerlen vorzufinden. Sie alle haben mich von Anfang an sehr beeindruckt, jeder einzelne von ihnen in seiner Einzigartigkeit, aber alle mit dem einen sehnsüchtigen Wunsch nach der Heimat verbunden. Am liebsten mochte ich Thorin, Balin, Kili (der für einen Zwerg ungewöhnlich große, mit den dunklen Haaren), Dwalin und den unglaublich Dicken, mit den unglaublich langen, roten Haaren (oder war es sein Bart, der so lang war ;D ?): Bombur (Stephen Hunter) und Bofur (der mit der lustigen Mütze und den abstehenden Zöpfen, James Nesbitt :) ). Na gut, eigentlich liebe ich sie alle, sie zeichnen sich eben durch vieles aus, was in dieser Geschichte wesentlich ist und notwendig, um das Abenteuer zu bestreiten. 
Zur Musik kann (oder sollte) ich nicht viel sagen: Howard Shore hat mich mal wieder total umgehauen. Schon im Kinofilm war ich von den Klängen des Soundtracks begeistert, dann folgte die obligatorische Youtube-Phase, in der der Track noch nicht veröffentlicht wurde und schließlich mein Kauf der CD, mit der ich vollauf zufrieden bin. Auch hier ließen sich ein paar Motive aus dem Herr der Ringe Soundtrack wiedererkennen, was mich total glücklich gemacht hat. Die HdR- Filmmusik hat mich allerdings mehr begeistert, den Film konnte ich mit ihr besser identifizieren und ich hatte das Gefühl, dass vieles aus dem Hobbit unter einem gewissen Druck entstanden ist, den Zuschauer genauso zufrieden zu stimmen, wie beim Herrn der Ringe. Allerdings waren auch hier wieder wundervolle Motive dabei: als "Neues" gefiel mir das der Zwerge am besten, das dann auch wieder in einen Bonus Track ("Song of the loneley Mountains" by Neil Finn) eingeknüpft wurde, wie schon im Herrn der Ringe (ich liebe sowas total !). 

Fazit

Peter Jackson, seine Gattin und Phillipa Boyens haben sich mal wieder selbst übertroffen. Auch, wenn sie durch das Teiles des Buches in diesem ersten Part nicht besonders viel Spannung erzeugen konnten, war ich von der Produktion vollauf begeistert. Es ist ja auch erst der Auftakt zur Fortsetzung, die ich sogar noch viel besser und mitreißender fand ! Tut euch was Gutes und schaut euch den Film an- allein, um euch eine Meinung zu bilden. Natürlich ist er nicht jedermanns Sache, vor allem, wenn man nichts mit der Welt von Tolkien am Hut hat und trotzdem- ein Schaden ist es auf alle Fälle nicht! Im Gegenteil, würde ich meinen ... 

     Azog und Manu Bennett im Vergleich ... ;)



Alles Liebe ... 
JojooFairy :) 

Kommentare:

  1. Ich möchte irgendwann mal das Buch lesen und dann auch den Film schauen, weil die meisten ihn ja doch richtig gut finden. Und deine Filmrezi ist auch echt überzeugend :))

    Liebe Grüße,
    Livi ♥
    liviliest.blogspot.de

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  2. Ich hab mal das Buch angefangen, fand das aber voll doof. Vielleicht probier ich es irgendwann noch mal!

    Lg, Emma <3

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    1. Hast du mal Herr der Ringe gelesen, oder geguckt?
      Jaa tu das bitte, das würde mich irgendwie glücklich machen! Ich finds schade, wenn jemand die Bücher doof findet! :D Aber es ist natürlich total Geschmackssache ;)

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  3. Huhu,
    ich hab den Film bereits 2x im Kino gesehen und fand ihn echt toll :)
    Auf die Fässerflucht hatte ich mich am meisten gefreut auch wenn sie doch ganz anders war als im Buch ^^
    Ich fand auch gut das sie Azog nochmal überarbeitet haben er sah besser aus als noch im ersten Teil, bei Bolg war ich leider etwas enttäuscht :(
    Und das Ende.. Arrrhhg!! ^^

    LG ♥

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    1. Fand die trotzdem total Süß ;D ;D hihiii :)
      Ohja, der Meinung war ich auch !
      Haha, wie immer halt ;D ;D Wart erstmal ab, wie schlimm´s beim 3.1 Mockingjay wird :D

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